Rechtsanwalt Trenkler
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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Zur wirksamen Kündigung eines Wertpapierauftrags wegen Untätigkeit

Kündigt der Kapitalanleger einen Geschäftsbesorgungsvertrag wegen Untätigkeit des Anlageberaters, kann dieser wegen der wirksamen außergrichtlichen Kündigung des Geschäftsbesorgungsvertrags seine Verpflichtung auf Lieferung der Aktien aus diesem Vertrag im Prozess nicht mehr nachholen.

Der Prozessbevollmächtigte des klagenden Anlegers verlangte mit außergerichtlichem Schreiben von der Beklagten Belege über den Verwendungszweck der geleisteten Einlage. Die Beklagte ist dem nicht nachgekommen. Die Beklagte hat damit ihre Auskunfts- und Rechenschaftspflicht nach § 666 BGB verletzt. Der Kläger durfte daher das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund kündigen (Urteil des LG Heidelberg vom 28.04.2009, Az. 2 O 346/08).

Die Berufung war daher zurückzuweisen, weil die Beklagte zu Recht zur Rückzahlung des ihr vom Kläger überlassenen Einlagebetrags verurteilt worden ist, sie mithin dem Kläger entgegen der vertraglichen Verpflichtung keine Anteile an der Aktiengesellschaft verschafft und somit das ihr anvertraute Geld nicht zur Erfüllung des Auftrags verwendet hat.

Verluste mit Lehman BrothersWerbemitteilung Lehman Brothers

Seit der Insolvenz des Bankhaus Lehman Brothers zeichnen sich im Jahr 2009 erste außergerichtliche Erfolge für geschädigte Anleger ab. Vor dem Landgericht Hamburg und Potsdam haben zwei Anleger ihre Schadensersatzansprüche erfolgreich vor Gericht durchgesetzt. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig. Ob deshalb diese Urteile den Durchbruch auf Anlegerseite bedeuten, bleibt abzuwarten. An die Verjährung sollte aber jeder Anleger denken.

Verluste mit Schiffsbeteiligungen, Schiffsfonds

Auch Schiffsbeteiligungen bleiben von der Finanzmarkt-Krise nicht verschont. Für Schadensersatzansprüche gegen den Anlageberater kommt es darauf an, ob er bei der Anlageberatung die Risiken klar benannt hat und ob er verdeckte Provisionen erhalten hat.