•(1) •Das Bundesaufsichtsamt •Die Bundesanstalt •überwacht das börsliche und außerbörsliche Geschäft in Insiderpapieren, um Verstößen gegen die Verbote nach § 14 entgegenzuwirken.
•(2) Hat •das Bundesaufsichtsamt •die Bundesanstalt •Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen ein Verbot nach § 14, •so •kann •es •sie •von den •in § 9 Abs. 1 Satz 1 genannten Kreditinstituten, Zweigstellen und •Wertpapierdienstleistungsunternehmen sowie von •Unternehmen •mit Sitz im Inland, die an einer inländischen Börse zur Teilnahme am Handel zugelassen sind, •Auskünfte über Geschäfte in Insiderpapieren verlangen, die sie für eigene oder fremde Rechnung abgeschlossen oder vermittelt haben. •Satz 1 gilt entsprechend für Auskunftsverlangen gegenüber Unternehmen mit Sitz im Ausland, die an einer inländischen Börse zur Teilnahme am Handel zugelassen sind, hinsichtlich ihrer an einer inländischen Börse oder im Freiverkehr abgeschlossenen Geschäfte. •Das Bundesaufsichtsamt •Die Bundesanstalt •kann vom Auskunftspflichtigen die Angabe der Identität der Auftraggeber, der berechtigten oder verpflichteten Personen sowie der Bestandsveränderungen in Insiderpapieren verlangen, soweit es sich um Insiderpapiere handelt, für welche die Anhaltspunkte für einen Verstoß vorliegen oder deren Kursentwicklung von solchen Insiderpapieren abhängt. •Liegen auf Grund der Angaben nach Satz 3 weitere Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen ein Verbot nach § 14 vor, kann •das Bundesaufsichtsamt •die Bundesanstalt •vom Auskunftspflichtigen Auskunft über Bestandsveränderungen in Insiderpapieren •und weiteren bei der Depotbank geführten Konten •der Auftraggeber verlangen •, soweit die Bestandsveränderungen innerhalb der letzten sechs Monate vor Abschluß des Geschäfts, für das Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen ein Verbot nach § 14 vorliegen, erfolgt sind•; weiter hat der Auskunftspflichtige auf Verlangen der Bundesanstalt Auskunft über den Zeitpunkt der Eröffnung des Depots und die zur Verfügung über das Depot Bevollmächtigten zu geben•. •Die in Satz 1 genannten Unternehmen Wertpapierdienstleistungsunternehmen sowie Unternehmen mit Sitz im Inland, die an einer inländischen Börse zur Teilnahme am Handel zugelassen sind, haben vor Durchführung von Aufträgen, die Insiderpapiere im Sinne des § 12 zum Gegenstand haben, bei natürlichen Personen den Namen, das Geburtsdatum und die Anschrift, bei Unternehmen die Firma und die Anschrift der Auftraggeber und der berechtigten oder verpflichteten Personen oder Unternehmen festzustellen und diese Angaben aufzuzeichnen.
•(3) Im Rahmen der Auskunftspflicht nach Absatz 2 kann •das Bundesaufsichtsamt •die Bundesanstalt •vom Auskunftspflichtigen die Vorlage von Unterlagen verlangen. •Während der üblichen Arbeitszeit ist •seinen •ihren •Die in Absatz 2 Satz 1 genannten Unternehmen haben den •Bediensteten •der Bundesanstalt •und den von •ihm •ihr •beauftragten Personen, soweit dies zur Wahrnehmung •seiner •ihrer •Aufgaben erforderlich ist, •während der üblichen Arbeitszeit •das Betreten der Grundstücke und Geschäftsräume •der in Absatz 2 Satz 1 genannten •Kreditinstitute, Zweigstellen und Unternehmen •Unternehmen •zu gestatten. •Das Betreten außerhalb dieser Zeit, oder wenn die Geschäftsräume sich in einer Wohnung befinden, ist ohne Einverständnis nur zur Verhütung von dringenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zulässig und insoweit •durch die in Absatz 2 Satz 1 genannten Unternehmen •zu dulden. •Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) wird insoweit eingeschränkt.
•(4) Hat •das Bundesaufsichtsamt •die Bundesanstalt •Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen ein Verbot nach § 14, so kann •es •sie •von den Emittenten von Insiderpapieren und den mit ihnen verbundenen Unternehmen, die ihren Sitz im Inland haben oder deren Wertpapiere an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen sind, sowie den Personen•, die auf Grund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte den Anschein erwecken, •die •Kenntnis von einer Insidertatsache •zu •haben, Auskünfte •sowie die Vorlage von Unterlagen •über Insidertatsachen und über andere Personen verlangen, die von solchen Tatsachen Kenntnis haben.
•(5) •Das Bundesaufsichtsamt •Die Bundesanstalt •kann von Personen, deren Identität nach •Absatz 2 Satz 2 •Absatz 2 Satz 3 •mitgeteilt worden ist, Auskünfte über diese Geschäfte verlangen.
•(6) Der zur Erteilung einer Auskunft Verpflichtete kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihn selbst oder einen der in § 383 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Zivilprozeßordnung bezeichneten Angehörigen der Gefahr strafgerichtlicher Verfolgung oder eines Verfahrens nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten aussetzen würde. •Der Verpflichtete ist über sein Recht zur Verweigerung der Auskunft zu belehren.
•(7) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen Maßnahmen nach den Absätzen 2 bis 5 haben keine aufschiebende Wirkung.
•(8) Die in Absatz 2 Satz 1 genannten Unternehmen dürfen die Auftraggeber oder die berechtigten oder verpflichteten Personen oder Unternehmen nicht von einem Auskunftsverlangen •des Bundesaufsichtsamtes •der Bundesanstalt •nach Absatz 2 Satz 1 oder einem daraufhin eingeleiteten Ermittlungsverfahren in Kenntnis setzen.
•(9) Die Aufzeichnungen nach •Absatz 2 Satz 4 Satz 1 sind mindestens sechs Jahre aufzubewahren. Für die Aufbewahrung gilt § 257 Abs. 3 und 5 des Handelsgesetzbuchs entsprechend.